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Aber auch das klassische Buch hat nicht ausgedient.

Hier geht's zu unseren Veröffentlichungen.

BÖTTGES-PAPENDORF-WEILER

Steuerberater Wirtschaftsprüfer
Partnerschaftsgesellschaft mbB

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft
- diesmal vom Finanzamt

In einem Nichtanwendungserlass hat die Finanzverwaltung mitgeteilt, dass sie das Bundesfinanzhofs-Urteil vom 30.03.2017, Az. IV R 13/14, so nicht anwenden will. Die Finanzverwaltung hat zwar das Schreiben im Bundessteuerblatt II grundsätzlich zur Veröffentlichung vorgesehen, weist aber beim Urteil zur Pauschalsteuer auf Geschenke darauf hin, dass die Finanzverwaltung weiter die Vereinfachungsregelung gem. BMF-Schreiben vom 19.05.2015, Rz. 25, anwendet. Das heißt für die 35 € Grenze für steuerabzugsfähige Geschenke an Geschäftsfreunde ist allein der Geschenkewert ohne Pauschalsteuer maßgeblich.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - aber der Spielraum für den Steuerabzug wird immer enger

Es wird immer schwieriger, Geschäftspartnern mit kleinen Aufmerksamkeiten Wertschätzung zu zeigen und eine kleine Freude zu machen. Bei „Amtsträgern“ ist ohnehin schon der Spielraum gering. Ansonsten hält die Finanzverwaltung noch an der Bagatellgrenze von 10 € für Streuwerbeartikel fest. Der Bundesfinanzhof hat dies aber auch schon für (wertige) Kunstkalender eines Verlags abgelehnt. Jetzt hat er noch mal nachgelegt: übernimmt der Schenker die Steuer und macht von der Pauschalversteuerung Gebrauch, so erhöht auch diese als „Steuergeschenk“ den Wert des Geschenks und ist in die Berechnung der 35-Euro-Grenze einzubeziehen (BFH Urteil vom 30.3.2017 IV R 13/14). Danach dürften steuerabzugsfähige Geschenke nicht mehr als rd. 25 € kosten. Aber auch hier hatte die Finanzverwaltung jetzt ein Einsehen und wendet weiterhin die Grenze von 35 € ohne Einbeziehung der Pauschalsteuer an. 

Die steuerliche Rechtslage im Einzelnen finden Sie in unserer aktualisierten bpw Mandanteninformation Abzugsfähigkeit von Geschenken 2017. Bei größeren Aktionen beraten wir Sie auch gerne persönlich.

Die Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs zur Entscheidung vom BFH IV R 13/14 vom 30.3.2017 finden Sie hier. Die Finanzverwaltung hat das Urteil am 3.8.2017 für allgemein anwendbar erklärt.

Häusliches Arbeitszimmer – Kostenabzug bei Selbständigen trotz weiterer Arbeitsplätze im Betrieb

Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer sind nicht steuerlich abziehbar, wenn ein Arbeitsplatz im Betrieb zur Verfügung steht. Dieser Arbeitsplatz muss für die „Erledigung büromäßiger Arbeiten“ geeignet sein. Ansonsten sind an einen solchen Arbeitsplatz grundsätzlich keine weiteren besonderen Anforderungen zu stellen. Insbesondere muss es sich nicht um einen abgeschlossenen Arbeitsbereich handeln. Aber: der Arbeitsplatz muss „so beschaffen sein, dass der Steuerpflichtige auf das häusliche Arbeitszimmer nicht angewiesen ist“. Das stellt der Bundesfinanzhof unter Berufung auf diverse frühere Rechtsprechung in seinem aktuellen Urteil vom 22.2.2017 (III R 9/16) fest. Ob das der Fall ist, muss in jedem einzelnen Fall „konkret“ festgestellt werden, wofür gerade bei Selbständigen aber enge Grenzen gelten. So weist der Bundesfinanzhof darauf hin, dass es dem Selbständigen ja grundsätzlich immer selbst überlassen bleibt, sich einen zumutbaren Arbeitsplatz im Betrieb zu schaffen. Auch die Tatsache, dass er trotzdem am Wochende lieber zuhause arbeitet, begründet für sich allein keine zwingende Notwendigkeit. Trotzdem haben die Richter im konkreten Einzelfall entschieden, dass das häusliche Arbeitszimmer eines Logopäden mit zwei Praxisstandorten für Verwaltungs- und Abrechnungsarbeiten erforderlich war. Im vorliegenden Fall standen in den Praxen zwar Computer und Schreibtische zur Verfügung. Da diese sich jedoch in den Behandlungszimmern befanden und dort angestellte Behandler tätig waren, konnten die Räume nicht gleichzeitig für die zeitnah erforderlichen, vertraulichen Bürotätigkeiten (mit Patienten- und Lohndaten) genutzt werden. D.h. in vergleichbaren Fällen lohnt sich noch einmal ein Blick auf die Zumutbarkeit des „anderen Arbeitsplatzes“ in Betrieb oder Praxis.

Hier geht’s zum BFH-Urteil III R 9/16 vom 22.2.2017 und zu einer kurzen Zusammenfassung in der Pressemitteilung Nr. 26 vom 19.4.2017 dazu.

Weitere aktuelle Hinweise zum Häuslichen Arbeitszimmer bei Nutzung durch mehrere Personen finden Sie hier.

Soeben erschienen: „Unser“ Fachbuch Branchenkennzahlen 2017/2018 für Unternehmensplanung, Kalkulation, Benchmark, Betriebsvergleich

Da ist es wieder: das bewährte Standardwerk Branchenkennzahlen 2017/2018, das alle 2 Jahre erscheint und von bpw-Partnerin und Autorin Dr. Dorothee Böttges-Papendorf unter Mitwirkung von Dipl.-Wirtsch.-Inf. Sibylle Hänchen aus dem Büro Berlin neu bearbeitet und aktualisiert wird. Wieder stehen Grunddaten aus über 1.000 Branchen und Teilbranchen zur Verfügung für Planung, Betriebsvergleich einschließlich Richtsatzvergleich mit den Zahlen der Finanzverwaltung, Benchmarking und Kosten- und Preiskalkulation einschließlich Verrechnungspreise für grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen.

Seit über 20 Jahren findet das Fachbuch Einsatz bei Beratung und Analyse nicht nur bei Beratern und in Unternehmen. Auch Studierende, Banker und Kammern schätzen die Daten, die unkompliziert im direkten Zugriff zur Verfügung stehen. Bei Bedarf findet man auch leicht die Original- Quellen für den tieferen Einstieg.

Die 14. Auflage Branchenkennzahlen 2017/2018 können Sie käuflich erwerben beim Deubner-Verlag. Natürlich können Sie sich auch direkt persönlich zu allen Fragen im Zusammenhang mit Betriebsvergleichen, Kostenrechnung, Planung und Kalkulation von uns beraten lassen. Sprechen Sie den Berater/die Beraterin Ihres Vertrauens in „Ihrer“ ortsnahen bpw-Niederlassung an.

Wer muss Bauabzugsteuer einbehalten?

Eine böse Falle kann sich für Vermieter, aber auch Freiberufler, Photovoltaik-Anlagen-Besitzer und alle auftun, die Bauleistungen für unternehmerische Zwecke in Auftrag geben. Wenn man nicht aufpasst, kann man auch nach Jahren noch für nicht einbehaltene Bauabzugsteuer für Bauleistungen in Anspruch genommen werden. Dabei können Sie sich ganz einfach davor schützen, wenn Sie sich von Ihren Handwerkern z.B. bei Praxisrenovierung oder Haussanierung eine sog. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG vorlegen lassen. Was Sie sonst noch beachten müssen, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen, haben wir in unserem neuen Merkblatt zur Bauabzugsteuer zusammengestellt.

Keine Bauabzugsteuer beim privaten Eigenheim

Die Bauabzugsteuer muss nur bei Bauleistungen für den unternehmerischen Bereich geprüft werden. Dieser Bauherr ist nicht betroffen, wenn er Bauleistungen für
sein privates Eigenheim in Anspruch nimmt:

Bei Bau einer Photovoltaikanlage immer
auch Bauabzugsteuer prüfen

Seit 2016 zählt die Errichtung von Photovoltaikanlagen generell zu den Bauleistungen. Durch den Abschluss eines Einspeisungsvertrags für den selbst erzeugten Strom wird der Eigentümer automatisch zum umsatzsteuerlichen Unternehmer und fällt damit in den Anwendungsbereich der Bauabzugsteuer. Das gilt auch, wenn die Anlage auf dem Dach des selbst genutzten Eigenheims gebaut wird. Auch hilft es nichts, wenn man die Kleinunternehmerregelung anwendet und deshalb keine Umsatzsteuer anfällt: für die Bauabzugsteuer zählt nur die umsatzsteuerliche Unternehmereigenschaft. D.h. auch bei Bau einer Photovoltaikanlage immer eine gültige Freistellungsbescheinigung gem. § 48b EStG vom ausführenden Unternehmen vorlegen lassen, damit keine Bauabzugsteuer anfällt. 

Gute Nachricht für Vereine: Spendenbescheinigungen können auch per Mail verschickt werden

Auch das Besteuerungsverfahren passt sich der Digitalisierung an. Jetzt werden auch per Mail übermittelte Spendenbescheinigungen beim Spender für den Steuerabzug anerkannt. Das erleichtert die Arbeit für Kassenwarte und Schatzmeister gemeinnütziger Organisationen und ist außerdem kostensparend. Voraussetzung ist nach wie vor, dass die übermittelten Dateien dem amtlichen Spendenvordruck entsprechen und schreibgeschützt sind. Einzelheiten erfahren Sie im BMF-Schreiben vom 06.02.2017 dazu. Weitere Informationen zu gemeinnützigen Einrichtungen finden Sie hier.

Auslandsreisekosten ab 01.01.2017

Neues Jahr – neue Dienstreisen. Für Auslandsreisen ändern sich auch wieder die Pauschalen für einige Länder. Die aktuelle Tabelle mit den steuerfreien Reisekostenvergütungen finden Sie hier.

Hinweis zum neuen Mindestlohn ab 01.01.2017

Ab dem 01. Januar 2017 erhöht sich der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € auf 8,84 € brutto je Zeitstunde. Der neue Mindestlohn gilt bundesweit. Weitere Besonderheiten können im Tarifvertrag geregelt sein. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten im Vorfeld prüfen, ob ggfs. vertragliche Anpassungen nötig sind. Das gilt speziell für Minijobs an der 450 €-Grenze. Diese Grenze erhöht sich nämlich nicht. Wer 2016 genau an der Grenze liegt und den derzeitigen Mindestlohn von 8,50 €/Stunde erhält, rutscht dann mit 8,84 €/Stunde bei gleicher Stundenzahl automatisch in die Sozialversicherungspflicht.

Neues Jahr - neuer Job?
Aktuelles Jobangebot für Steuerfachleute

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin eine/n Steuerfachangestellte/n, Steuerfachwirt/-in oder Bilanzbuchhalter/-in für unsere Kanzlei in Zwönitz. DATEV-Kenntnisse und der sichere Umgang mit MS-Office werden vorausgesetzt, Lohnkenntnisse wären von Vorteil. Es erwarten Sie eine adäquate Bezahlung, umfangreiche Sozialleistungen und regelmäßige Fortbildungen. Gern unterstützen wir zusätzliche Qualifizierungsbestrebungen.

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen an Martina Spielmann, zwoenitz(at)bpw-online.de oder rufen Sie uns an. Die Niederlassungsleitung StB Kathleen Neukirchner (Zwönitz) steht Ihnen für unverbindliche Vorabauskünfte zur Verfügung.

„Betongold“ in der Einkommensteuererklärung:
Steuern sparen mit Immobilien

Angesichts der Zinsflaute haben Sie 2016 erstmals eine Immobilie erworben? Oder Sie haben eine Immobilie geerbt? Dann kommen viele neue Fragen auf Sie zu. Bei der Steuer geht es vor allen Dingen darum, was man abziehen kann. Außerdem gibt es Spezialfragen wie: Was ist bei Vermietung an Angehörige zu beachten? Wo muss was in die Formulare eingetragen werden und welche besonderen Steuerregeln sollte ich als Immobilienbesitzer kennen?

Hier geht's zum gesamten Artikel.

Betongold: auch Vermieter müssen Bauabzugsteuer prüfen

Um die Bauabzugsteuer war es in letzter Zeit ruhig geworden. Sie wurde 2001 eingeführt und mit einer sog. Bescheinigung nach § 48b EStG, die man sich als Auftraggeber vorlegen ließ, ist das Thema vom Tisch. Aber: diese Bescheinigungen haben jeweils nur eine begrenzte Laufzeit und so kommt es, dass nach vielen, vielen Jahren der ein oder andere Handwerker vergessen hat, die Verlängerung zu beantragen. Für den Auftraggeber kann das dann teuer werden, denn das Finanzamt nimmt ihn dann mit 15% in die Pflicht. Mit unserer aktuellen Checkliste für Auftraggeber: Wann muss Bauabzugsteuer einbehalten werden? können Sie prüfen, ob die Frage auf Sie zutrifft und was Sie beachten müssen.

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