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bpw Mediathek

Aktuelle bpw-Steuertipps ab 2015 als Video in Zusammenarbeit mit erzTV finden Sie hier.

Unsere früheren Videos aus Kanal 1 finden Sie hier.


Aber auch das klassische Buch hat nicht ausgedient.

Hier geht's zu unseren Veröffentlichungen.

BÖTTGES-PAPENDORF-WEILER

Steuerberater Wirtschaftsprüfer
Partnerschaftsgesellschaft mbB

Die Mischung macht’s: bpw begrüßt
Felicitas Papendorf als neue Partnerin!

Das neue Beratungsjahr beginnt für uns mit einer guten Nachricht: denn wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass seit 02.01.2016 Felicitas Papendorf als neue Partnerin und Niederlassungsleitung für unsere Partnerschaftsgesellschaft mbB in Bornheim tätig ist.

Nachdem Frau Papendorf über ein Jahr bereits in den verschiedenen bpw-Niederlassungen mitgearbeitet hat, kennt sie die Verhältnisse an allen Niederlassungs-Standorten und kann mit ihrem Rat und Tat auf ihren Spezialgebieten, dem Rechnungswesen und dem Steuerrecht, helfend und unterstützend tätig werden. Das sagt sie selbst:

„Seit Oktober 2014 durfte ich bereits als angestellte Steuerberaterin den Arbeitsalltag bei bpw kennen lernen. Ich freue mich auf die Herausforderungen und Begegnungen sowie auf die Chance die Familie Böttges-Papendorf in der 3. Steuerberater*innen-Generation zusammen mit dem ganzen bpw-Team würdig vertreten zu dürfen!“

Mit Frau Papendorf ist unsere Partnerschaft um eine kompetente Partnerin erweitert und gleichzeitig verjüngt worden; denn wir sind der Meinung: die Mischung macht’s! Wir hoffen, dass Sie das Vertrauen, das Sie bisher uns entgegengebracht haben, auch auf unsere neue Partnerin übertragen mögen und freuen uns auch weiter auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ihre bpw Partner (in der Reihenfolge wie auf dem Foto von links nach rechts)

Dirk Vettermann, Stollberg Günter Spielmann, Zwönitz/Aue Edith Ketter, Bonn Felicitas Papendorf, Bornheim Gerhard Papendorf, Berlin und Bornheim Kathleen Neukirchner, Zwönitz Dr. Dorothee Böttges-Papendorf, Bornheim Dr. Heinrich Weiler, Bornheim

Neu ab 1.1.2016: Kindergeld nur noch mit Steuer-Identifikationsnummer - Was müssen Sie tun?

Ab 1.1.2016 muss für den Bezug von Kindergeld zusätzlich die Steuer-Identifikationsnummer der Eltern und Kinder bei der Familienkasse vorliegen. Für Kindergeldbezieher besteht jedoch kein Grund zur Panik: Neuanträge müssen zwar die Steuer-Identifikationsnummern enthalten. Eltern, die bereits Kindergeld beziehen, können jedoch die Angaben im Laufe des Jahres 2016 nachholen, ohne dass die Zahlungen zwischenzeitlich eingestellt werden. Reichen Sie die Nummern daher einfach innerhalb der nächsten Monate schriftlich bei Ihrer Familienkasse ein.

Die Steuer-Identifikationsnummer wurde Ihnen bei Einführung bzw. wird bei Geburt vergeben und ist ein Leben lang gültig. Falls Sie die Nummer nicht mehr zur Hand haben, kann auf der Internetseite des Bundeszentralamts für Steuern die erneute Zusendung beantragt werden. Weitere Fragen und Antworten zu dem Thema finden Sie ebenso auf der Internetseite des Bundeszentralamts für Steuern unter www.bzst.de – Steuern National – Kindergeld (Fachaufsicht) – Kindergeldberechtigte – Fragen & Antworten.

Aktuelles Jobangebot

Zum nächsten Ausbildungsbeginn im Sommer 2016 suchen wir für unsere Hauptniederlassung in Bornheim eine/n Azubi/ne für den Beruf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement.

Das ist ein weites Feld, aus dem man richtig was machen kann. Bei uns liegen die Schwerpunkte im Bereich Sekretariat, Geschäftsprozessmanagement, IT und neue Medien. Hier erfahren Sie mehr.

Alles was Sie schon immer über den Mindestlohn wissen wollten

Lassen Sie sich ganz entspannt von bpw-Partner und Steuerberater Dirk Vettermann in unserem aktuellen ErzTV-Steuervideo erklären, welche Aufzeichnungspflichten bestehen, was für "Fallen" man speziell beim Minijob kennen muss und wie man sie vermeidet.

Den Video-Steuertipp für Arbeitgeber und Arbeitnehmer finden Sie hier.

Neue Grenze für steuerfreie Geschenke an Mitarbeiter bei Betriebsveranstaltungen

Mit Schreiben vom 14.10.2015 hat der Bundesfinanzminister die neuen Regelungen für die lohnsteuerliche Behandlung für Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen ab 2015 niedergelegt. Dabei gibt es wie immer eine positive und eine negative Nachricht. Es bleibt dabei, dass in die Berechnung der Aufwendungen alle (externen) Kosten einzubeziehen sind und dass Aufwendungen für teilnehmende Angehörige des Arbeitnehmers bei diesem mit zu berücksichtigen sind. Positiv zu vermerken ist, dass es bei der Art der Aufwendungen nicht mehr auf die Üblichkeit ankommt, sondern nur die Höhe zählt. D.h. auch Geschenke, die aus Anlass der Betriebsfeier verteilt werden, werden in den Freibetrag von 110 € einbezogen, auch wenn das einzelne Geschenk mehr als 60 € kostet. Die Regelungen gelten ab 01.01.2015. Soweit aber für Betriebsveranstaltungen zwischen dem 01.01.2015 und dem Datum der Veröffentlichung des Schreibens im Bundessteuerblatt noch die alten Regeln angewendet werden, wird das nicht beanstandet.

Das BMF-Schreiben vom 14.10.2015 lohn- und umsatzsteuerliche Behandlung von Betriebsveranstaltungen finden Sie hier. Die neue Rechtslage gilt in jedem Fall für Ihre kommende Weihnachtsfeier. Wir werden unser Merkblatt rechtzeitig aktualisieren. Schauen Sie also immer mal wieder rein!

Umsatzsteuer bei Bauleistungen an Bauträger - Vertrauensschutz

Wer als Bauleister mit horrenden Umsatzsteuernachforderungen konfrontiert ist, weil er im Vertrauen auf die bis 2014 gültige Verwaltungsauffassung gegenüber Bauträgern mit Nettorechnungen gem. § 13 b UStG abgerechnet hat, kann jetzt Hoffnung schöpfen:

Mit Beschluss vom 12.08.2015 hat das Finanzgericht Münster in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes entschieden, dass bei fehlender Umkehr der Umsatzsteuerschuldnerschaft (Reverse-Charge-Verfahren) einer Inanspruchnahme des Bauleistenden Vertrauensschutzgesichtspunkte entgegen stehen können.

Näheres zum Hintergrund und zur aktuellen Rechtslage für die Umsatzsteuer bei Bauleistungen und wann die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse-Charge-Verfahren) gem. § 13 b UStG gilt finden Sie hier.

Spenden für Flüchtlinge: Erleichterungen beim Steuerabzug

Am 22. September 2015 hat die Finanzverwaltung als Beitrag zur Förderung der Flüchtlingshilfe umfangreiche steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge veröffentlicht.

Dazu gehören Erleichterungen beim Spendennachweis sowie Vereinfachungsregelungen bei Spenden aus dem Betriebsvermögen und Arbeitslohnspenden. Was viele freiwillige Helfer und Ehrenamtler interessieren dürfte: gemeinnützige Einrichtungen, Stiftungen und Vereine können sich auch dann -ausnahmsweise- steuerunschädlich für Flüchtlinge engagieren, wenn dies nicht ausdrücklich in ihrer Satzung geregelt ist. Wie und was genau zu beachten ist, damit die Gemeinnützigkeit erhalten bleibt und der Spendenabzug gesichert ist, können Sie in dem BMF-Schreiben vom 22.09.2015 zur Flüchtlingshilfe nachlesen. Einen Überblick über alle Maßnahmen enthält die Pressmitteilung vom 23.09.2015 dazu.

Generation Praktikum: wann besteht Anspruch auf Mindestlohn?

Der am 01.01.2015 allgemein und bundesweit eingeführte Mindestlohn gilt grundsätzlich immer. D.h. auch Praktikanten haben grundsätzlich einen Anspruch auf eine Vergütung von mindestens 8,50 € je Stunde bzw. den jeweiligen branchenspezifischen Mindestlohn. Für folgende Ausnahmefälle ist eine Unterschreitung möglich:

Der Mindestlohn ist nicht anwendbar auf

Schüler ohne abgeschlossene Berufsausbildung und unter 18 Jahren sowie auf

Praktikanten, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Pflichtpraktika aufgrund schul- oder hochschulrechtlicher Bestimmung oder Ausbildungsordnung,
  • freiwillige (Orientierungs-) Praktika bis 3 Monate,
  • Einstiegsqualifizierungen gemäß SGB III oder Berufsbildungsgesetz.

Weitere Einzelheiten enthält unsere Mandanteninformation Hinweise zur Beschäftigung von Schülern, Studenten und Praktikanten.

Neues Finanzgerichts-Urteil: Bonuszahlungen der Krankenkasse mindern den Steuerabzug der Beiträge zur Basisabsicherung nicht

Das hat jedenfalls das Finanzgericht Rheinland-Pfalz mit Urteil vom 28.4.2015, Az. 3 K 1387/14, entschieden. Betroffen sind nicht generell Beitragserstattungen, sondern speziell Bonuszahlungen als Zuschüsse zu privat getragenen Gesundheitsaufwendungen, die sonst nicht im Leistungskatalog der Basisversorgung enthalten sind wie z.B. Massagen, homöopathische Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Gesundheitsreisen, Eigenleistungen zu Gesundheitsvorsorge wie z.B. Fitness-Studio oder Sportverein.

Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen, da das Finanzamt Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt hat (Az. beim BFH X R 17/15). Betroffene sollten Einspruch einlegen und Ruhen des Verfahrens beantragen, so lange die Finanzverwaltung die Fälle noch nicht in die Liste für die Vorläufigkeitsvermerke aufgenommen hat. Näheres ist der Pressemitteilung des Finanzgerichts Rheinland Pfalz vom 22.6.2015 zu entnehmen.

Bauleistungen: BMF schafft Klarheit zumindest für Klima- und Kältebauer

Mit einem aktuellen BMF-Schreiben vom 28.07.2015 hat die Finanzverwaltung Stellung zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen im Falle von fest mit dem Gebäude verbundenen Betriebsvorrichtungen genommen. Der Nichtanwendungserlass zum BFH-Urteil vom 28.08.2014 (Az. V R 7/14) erläutert überzeugend, dass für Zwecke der Umsatzsteuer allein die EU-rechtlichen Begriffe für Bauleistungen und Grundstücke relevant sind. Speziell z.B. Kälte- und Klimabauer können daher bei Installation und Wartung von fest installierten Klima-, Kälte- und Belüftungsanlagen im Regelfall davon ausgehen, Bauleistungen im Sinne des § 13b UStG zu erbringen.

Lesen Sie ausführlich dazu das BMF-Schreiben vom 28. Juli 2015. Zur Abgrenzung der Begriffe Bauwerk und Bauleistung im Zusammengang mit der Umkehr der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers.

Duales Studium: steuerfreie Übernahme von Studiengebühren durch Arbeitgeber

Studenten in dualen Studiengängen sind seit 2012 den Auszubildenden gleichgestellt und voll steuer- und sozialversicherungspflichtig in allen Zweigen der Sozialversicherung. Studiengebühren, die der Arbeitgeber bei einer im dualen System durchgeführten Ausbildung aufgrund einer Vereinbarung mit der Bildungseinrichtung als unmittelbarer Schuldner trägt, sind jedoch kein Arbeitslohn und bleiben steuer- und sozialversicherungsfrei. Was bei Erstattung an den Studenten gilt und was sonst noch bei Beschäftigung von Schülern und Studenten zu beachten ist, lesen Sie hier.

Streuwerbeartikel bis 10 € steuerfrei

Endlich ist es amtlich: Streuwerbeartikel bis 10 € sind von den Abzugsbeschränkungen für Geschenke an Geschäftsfreunde nicht betroffen Mit BMF-Schreiben vom 19. Mai 2015 hat der Bundesfinanzminister endlich die lange erwartete überarbeitete Version der Verwaltungsmeinung zur Steuerpauschalierung bei Sachgeschenken vorgelegt. U.a. wird dort festgestellt, dass Streuwerbeartikel mit einem Anschaffungswert bis 10 € nicht unter die speziellen Vorschriften zum Kostenabzug und zur Versteuerung von Geschenken an Geschäftsfreunde fallen. D.h. sie müssen weder einzeln namentlich den Empfängern zugeordnet werden noch vom Geber oder Beschenkten versteuert werden. Maßgeblich sind die Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten ohne abziehbare Vorsteuer. Für die betriebliche Praxis stellt dies eine große Erleichterung bei kleinen „Nettigkeiten“ und Give-aways dar.

Mehr zur Abzugsfähigkeit und Besteuerung von Geschenken an Geschäftsfreunde und Mitarbeiter lesen Sie in unserem Steuertipp Steuerfreie Geschenke an Geschäftsfreunde und Mitarbeiter.

Doppelte Haushaltsführung bei zwei gleichwertigen Wohnungen: Lebensmittelpunkt bestimmt sich nach dem Gesamtbild der Verhältnisse, nicht nach der Aufenthaltsdauer(BFH VI R 71/14)

Moderne Paare arbeiten und wohnen nicht nur an unterschiedlichen Orten, sondern haben häufig auch durchaus dort auch jeweils „vollwertige“ (oder wie es im Finanzgerichtsdeutsch heißt: „familiengerechte“) Wohnungen, wo sie sich wechselseitig aufhalten. Dann kann es schwierig sein zu bestimmen, was die Erstwohnung (E) und was der berufsbedingte Zweitwohnsitz (Z) ist.


Denn nur wer von E nach Z und nicht umgekehrt pendelt, kann Kosten für berufsbedingte doppelte Haushaltsführung geltend machen. Dazu stellte jetzt der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 07.05.2015 (Az. VI R 71/14) zu „beiderseits berufstätigen Eheleuten“ fest: maßgeblich ist der Mittelpunkt des Lebensinteresses (=Erstwohnung) (BFH-Urteil vom 8.10.2014 VI R 16/14). Dieser bestimmt sich unter Gesamtwürdigung aller Umstände des Einzelfalls. Dabei ist nicht ausschlaggebend, wo sich die Eheleute am längsten gemeinsam aufgehalten haben (BFH VI R 71/14).

Was sonst noch abziehbar ist und weitere aktuelle Hinweise zur doppelten Haushaltsführung finden Sie hier.


Doppelte Haushaltsführung: Verpflegungspauschale jetzt auch in Wegzugsfällen anerkannt

Mit Beschluss vom 08.10.2014 (Az. VI R 7/13) hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass auch bei Begründung einer doppelten Haushaltsführung in sog. Wegzugsfällen die Verpflegungspauschalen für die ersten 90 Tage steuerlich abgezogen werden können. Die Finanzämter wenden das Urteil an und der Bundesfinanzminister hat es 2015 im Bundessteuerblatt veröffentlicht, so dass Sie sich darauf direkt berufen können. Da in den Einkommensteuerformularen Anlage N immer noch nach den Wegzugsfällen speziell gefragt wird, sollten Betroffene genau prüfen, ob die neue Rechtsprechung in ihrem Steuerbescheid umgesetzt wurde und ansonsten ggfs. Einspruch einlegen.

Wer genau betroffen ist und weitere aktuelle Hinweise zur doppelten Haushaltsführung finden Sie hier.

 

Kinderbetreuungskosten: auch bei Minijobbern kein Steuerabzug bei Barzahlung

In einem aktuell veröffentlichten BFH-Urteil (Az. III R 63/13) vom 18.12.2014 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass Bar bezahlte Kinderbetreuungskosten in keinem Fall steuerlich anerkannt werden können. Anders als bei den haushaltsnahen Dienstleistungen, wo bei Minijobbern ausnahmsweise die Abrechnung der Bundesknappschaft über die abgeführten Beiträge ausreicht, sieht laut BFH das Gesetz für Kinderbetreuungskosten diese Möglichkeit nicht vor. Betroffene müssen also schnell den Zahlungsweg umstellen um den Steuerabzug zu gewährleisten. Einzelheiten können Sie dem ausführlichen Urteil vom 18. Dezember 2014 hier entnehmen.

Grundsteuer kann in bestimmten Fällen erlassen werden

Solange über die Verfassungswidrigkeit der Grundsteuer noch nicht entschieden ist, sollte bei ertragsschwachen Grundstücken geprüft werden, ob ein Erlass der Grundsteuer in Betracht kommt. Der Grundsteuererlass ist im Grundsteuergesetz in § 32 für Kulturgüter und Grünanlagen sowie § 33 GrStG allgemein wegen "wesentlicher Ertragsminderung" vorgesehen. Wie man speziell bei Kulturgütern für den Nachweis des öffentlichen Interesses und der nachhaltigen "Unrentierlichkeit" vorgehen muss, hat die Senatsverwaltung für Finanzen in Berlin mit Runderlass vom 04.05.2015 detailliert dargelegt. Auch wenn der Erlass direkt nur für Berlin gilt, so dürfte er doch in der Beschreibung der erforderlichen Nachweise auch für andere Fälle Hinweise geben. Die nächsten Anträge können allerdings erst wieder für 2015 bis zum 31. März 2016 gestellt werden. Da dies eine nicht verlängerbare gesetzliche Ausschlussfrist ist, sollten Betroffene bereits jetzt prüfen, ob entsprechende Sachverhalte bei ihnen vorliegen könnten, um dann Anfang 2016 kurzfristig aufgrund der Zahlen 2015 einen entsprechenden Erlassantrag zu stellen.

Poststreik: Fristenprobleme mit dem Finanzamt?

Wenn Sie aufgrund des Poststreiks Finanzamtsfristen nicht einhalten konnten, sollten Sie in jedem Fall prüfen, ob Sie Schaden z.B. durch einen Wiedereinsetzungsantrag oder -bei Verspätungszuschlägen- Erlassantrag abwenden können.

Die Finanzämter lassen allerdings nur begrenzt Milde walten (mehr unter Hinweise zu Steuerterminen und Poststreik 2015).

Häusliches Arbeitszimmer im Eigenheim: Badsanierung als abziehbare Kosten?

 

Der Tenor des Urteils des Finanzgerichts Münster vom 18.03.2015 (Az. 11 K 829/14 E) klingt kurios: danach sind nämlich anteilige Kosten für eine Badsanierung steuerlich als Betriebsausgaben abziehbar, soweit sie auf ein häusliches Arbeitszimmer entfallen.

Verständlich wird die Auffassung wenn man bedenkt, dass bei Selbständigen z.B. bei einer späteren Betriebsaufgabe der anteilige Hauswert insgesamt (also einschließlich Werterhöhung durch das neue Bad) als Entnahme zu versteuern ist oder im Falle der Vermietung der Vermieter die Miete gegebenenfalls erhöhen könnte. Deshalb hält das Finanzgericht die Berücksichtigung für sachgerecht. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, weil das Finanzgericht die Revision beim Bundesfinanzhof zugelassen hat. Mehr erfahren Sie im August in unserer aktuellen Mandanteninformation 08/2015.

Geplante Änderungen beim Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz: Handlungsbedarf feststellen

Am 08. Juli 2015 hat das Bundeskabinett jetzt den Regierungsentwurf zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Urteil vom 17.12.2014 (Aktenzeichen 1BvL 21/12) festgestellt, dass zur Sicherung von Unternehmen und Arbeitsplätzen für betriebliches Vermögen steuerliche Verschonungsregelungen zwar grundsätzlich geeignet und erforderlich seien. Die aktuell geltenden Regelungen hielt das Bundesverfassungsgericht jedoch für teilweise mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Spätestens bis zum 30.06.2016 muss der Gesetzgeber daher entsprechende Neuregelungen umsetzen. Hierfür liegt jetzt ein entsprechender Gesetzentwurf vor, der insbesondere folgende Maßnahmen vorsieht:

  1. Weitere Verbesserungen für Kleinstbetriebe durch Freistellung von der Lohnsummenregelung,
  2. Neuregelung der Abgrenzungsvorschriften von begünstigtem und nicht begünstigtem Vermögen insbesondere auch zur Vermeidung von ungerechtfertigten Steuervorteilen z.B. bei mehrstöckigen Betrieben ("Kaskadeneffekt" beim Verwaltungsvermögen),
  3. Einführung einer Verschonungsbedarfsprüfung für den Erwerb großer Betriebsvermögen,
  4. Einführung eines Abschmelzmodells als Wahlrecht für den Erwerb großer Betriebsvermögen.

Die geplanten Grenzwerte für die Anwendung der Verschonungsregeln zeigt eine Tabelle des Bundesfinanzministeriums. Eine Zusammenfassung der geplanten neuen Regelungen ergibt sich aus der Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums. Den vollständigen Gesetzentwurf mit Begründung finden Sie hier.

Insgesamt rechnet das Bundesfinanzministerium mit Mehreinnahmen für die Bundesländer von 200 Mio. € im Jahr: das heißt für Erben und Unternehmensnachfolger verteuert sich die Nachfolge. Handlungsbedarf besteht insbesondere bei größeren Betriebsvermögen und bei hohem Verwaltungsvermögen: hier sollte im Einzelfall überprüft werden, ob ein Vorziehen von anstehenden Maßnahmen sinnvoll ist. Das Inkrafttreten des Gesetzes ist aktuell für den Tag nach der Verkündung geplant. Laut Bundesverfassungsgericht muss das spätestens am 30.06.2016 sein - kann jedoch auch jederzeit früher erfolgen. Natürlich kann es im Laufe des weiteren Gesetzgebungsverfahrens auch noch zu Änderungen kommen.

Aktuelles Vortragsskript: Steuertipps für Senioren

Wie in jedem Jahr haben wir auch in 2015 wieder aktuelle Steuertipps für Senioren zusammengestellt und in einer Informationsveranstaltung im Seniorenwohnstift Haus Beethoven in Bornheim vorgestellt. Für alle die die Informationen noch einmal nachlesen wollen, finden Sie hier das Vortragsmanuskript. Lesen Sie z.B. wann Heimkosten als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind, was bei Unterstützungszahlungen von Angehörigen zu beachten ist und was Sie beim Abzug von Umzugskosten beachten müssen. Aktuelles Thema in diesem Jahr die steuerliche Behandlung der neuen "Mütterrente".

„Betongold“: Steuern sparen mit Immobilien

Angesichts der Zinsflaute haben Sie jetzt eine Immobilie erworben? Oder Sie haben eine Immobilie geerbt? Dann kommen viele neue Fragen auf Sie zu. Bei der Steuer geht es vor allen Dingen darum, was man abziehen kann. Außerdem gibt es Spezialfragen wie: Was ist bei Vermietung an Angehörige zu beachten? Wo muss was in die Formulare eingetragen werden und welche besonderen Steuerregeln sollte ich als Immobilienbesitzer kennen?

Hier geht's zum gesamten Artikel.

Verluste aus Vermietung: Werbungskostenabzug kann bei längerem Leerstand auch „unverschuldet“ entfallen

In einem aktuellen Urteil vom 13.01.2015 (Az. IX R 46/13) hat der Bundesfinanzhof (BFH) dargelegt, wann bei langjähriger Generalsanierung von leerstehenden Wohnungen der laufende Werbungskostenabzug für die Wohnungen entfällt. Diese Thematik wird immer häufiger von den Finanzämtern aufgegriffen und bei Leerstand Steuerabzüge gestrichen.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

Neues zur Grundsteuer: Bundesfinanzhof hält die zugrundeliegenden Einheitswertfeststellungen spätestens seit 01.01.2009 für verfassungswidrig

Die Einheitswerte für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, für Betriebsgrundstücke und für andere Grundstücke werden vom Finanzamt festgestellt. Sie sind neben den Steuermesszahlen und den von den Gemeinden festgelegten Hebesätzen Grundlage für die Höhe der Grundsteuer. Immer wieder wird diskutiert, dass eine Wertfeststellung in den alten Bundesländern und in Berlin (West) auf Basis der Wertverhältnisse 01.01.1964 (!) sowie gar in den neuen Bundesländern nach den Wertverhältnissen 01.01.1935 (!!!) zumindest problematisch sein dürfte. Das Hauptproblem für die Grundsteuer ist jedoch nicht, dass diese Werte unrealistisch sind, weshalb sie als Grundlage für die Erbschaftsteuer inzwischen auch nicht mehr Verwendung finden, sondern dass sie auch die Relation zwischen einzelnen Grundstücken nicht mehr realitätsnah wiedergeben und in diesem Fall den allgemeinen Gleichheitssatz gem. Artikel 3 Abs. 1 des Grundgesetzes verletzen.

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bleibt abzuwarten. In der Zwischenzeit können nach den Ausführungen des Bundesfinanzhofs Steuerbescheide noch erlassen werden, sie sind jedoch für vorläufig zu erklären. Die Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs dazu finden Sie hier. Weitere Details ergeben sich aus dem Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 22.10.2014 II R 16/13. Das Aktenzeichen beim Bundesverfassungsgericht ist 1 BvL 11/14.

Die Frage gärt bereits seit langem. Die Vorgeschichte finden Sie hier.

 

Auslandsreisekosten ab 01.01.2016

Neues Jahr – neue Dienstreisen. Für Auslandsreisen ändern sich auch wieder die Pauschalen für einige Länder. Die aktuelle Tabelle mit den steuerfreien Reisekostenvergütungen finden Sie hier.

http://www.bpw-online.de/