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Steuertipps07.03.2012

Steuerabzug von Ausbildungskosten:

Nichtanwendungsgesetz 2011 zum Steuerabzug von Ausbildungs- und Studienkosten - die neue Rechtslage vorteilhaft nutzen

Wie kommt man dem Fachkräftemangel bei? Natürlich durch Ausbildung und Fortbildung. Immer mehr Menschen müssen dafür in die eigene Tasche greifen und nutzen qualifizierte aber kostenpflichtige Angebote im In- und Ausland. Groß war daher der Jubel im Sommer 2011, als der Bundesfinanzhof in zwei Urteilen entschied, dass Kosten für die berufliche Erstausbildung und auch für ein Erststudium unmittelbar nach dem Schulabschluss in voller Höhe abziehbar sind, wenn die Maßnahmen „hinreichend konkret durch die spätere Berufstätigkeit“ veranlasst sind. Eben so groß wie der anfängliche Schrecken beim Bundesfinanzminister über die erwarteten Steuerausfälle ist nun die Enttäuschung bei den fortbildungswilligen Steuerbürgern über das daraufhin flugs noch Ende 2011 verabschiedete „Nichtanwendungsgesetz“: Mit der Neufassung der entsprechenden Paragraphen im Einkommensteuerrecht durch das Beitreibungsrichtlinienumsetzungs-gesetz hat der Gesetzgeber die neuen Abzugsmöglichkeiten nicht nur für die Zukunft wieder gestrichen, sondern vorsichtshalber auch noch „klarstellend“ die rückwirkende Anwendung ab 2004 bekräftigt. Als Trostpreis wurde der Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug entsprechender Kosten für die Zukunft auf 6.000 € erhöht. Für die Vergangenheit bleibt es bei 4.000 € im Jahr. Jeder weiß aber inzwischen, dass das für die meisten eine Mogelpackung ist. Wer nämlich nicht gleichzeitig soviel Einkommen erzielt, dass er überhaupt Steuern zahlt, kann mit diesem Sonderausgabenabzug auch keine Steuern sparen. Ein Verlustrücktrag oder –vortrag scheidet aus.

 

Damit ist aber nicht für alle Fälle und für alle Zeiten das Ende der Fahnenstange erreicht. Vielmehr muss man jetzt noch genauer prüfen, ob es sich tatsächlich um eine Erstausbildung oder um eine Fortbildung handelt. Auch sind Kosten im Rahmen von Ausbildungsdienstverhältnissen nach wie vor abziehbar. Manchmal hilft auch der Abzug über die Bestimmungen für das Schulgeld (bei den Eltern). Wenn ein Kind aus dem Alter für das Kindergeld „herausgewachsen“ ist, können gegebenenfalls die Eltern Ausbildungs- und Unterhaltskosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Was die Verschlechterung der Rechtslage für vergangene Jahre angeht, muss abgewartet werden, ob es dabei bleibt. In der Vergangenheit haben die deutschen Finanzgerichte bzw. zuletzt das Bundesverfassungsgericht Rückwirkungen im Regelfall abgelehnt.

 

http://www.bpw-online.de/steuertipps/nichtanwendungsgesetz-ausbildungs-studienkosten.html