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Handlungsbedarf zum Jahreswechsel 2013/2014

 

Mit dem Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.02.2013 und dem hierzu ergangenen Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 30.09.2013 ergeben sich zum 01.01.2014 umfangreichere Änderungen in diesem Bereich.

Auswirkungen ergeben sich dadurch sowohl für die Arbeitgeber im Rahmen der bestehenden betrieblichen Regelungen zur Reisekostenerstattung als aber auch für die Arbeitnehmer im Rahmen der Geltendmachung von Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung.

Entscheidend in der Reform ist der Begriff „erste Tätigkeitsstätte“, der den Begriff „regelmä­ßige Arbeitsstätte“ ablöst. Diese erste Tätigkeitsstätte kann zukünftig eine ortsfeste betriebli­che Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeit­geber bestimmten Dritten (Kunde/Auftraggeber) sein. Diese erste Tätigkeitsstätte bestimmt sich durch die dauerhafte Zuordnung durch dienst- oder arbeitsvertragliche Festlegungen oder durch objektive Kriterien. Die Einordnung hat Auswirkung darauf, ob bei den durch den Arbeitnehmer unternommenen Fahrten es sich um Fahrten zwischen der Wohnung und die­ser ersten Tätigkeitsstätte oder um betrieblich veranlasste Fahrten (Dienstreisen) handelt. Danach richten sich dann die Kostenerstattungssätze, d. h. für die Fahrten zwischen Woh­nung und erster Tätigkeitsstätte ist die Entfernungspauschale von 0,30 € je Entfernungskilometer und für die Dienstreisen wie bisher ein pauschaler Kostenansatz von 0,30 € je gefah­renen Kilometer bei Fahrten mit dem eigenen Pkw möglich.

Vor dem Hintergrund dieser Neuregelungen ist allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu empfehlen, die beste­henden dienst- bzw. arbeitsvertraglichen Regelungen und die darin ent­haltenen Formulierun­gen zur ersten Tätigkeitsstätte zu überprüfen und ggfs. noch im laufen­den Jahr 2013 anzu­passen.

Weiterer wesentlicher Punkt sind die Änderungen bei den Verpflegungsmehraufwendungen. Hier wird zukünftig unterschieden zwischen ein- und mehrtägigen Auswärtstätigkeiten. Für eine eintägige auswärtige Tätigkeit (ohne Übernachtung) wird zukünftig eine Verpflegungsmehraufwandspauschale von 12,00 € berücksichtigt, wenn eine Abwesenheit von mehr als 8 Stunden von der Wohnung oder der ersten Tätigkeitsstätte gegeben ist (bis 2013: 6,00 € bei mehr als 8 Stunden und 12,00 € bei mehr als 14 Stunden). Diese 12,00 € werden auch ge­währt, wenn der Arbeitnehmer mehr als 8 Stunden über Nacht (jedoch ohne Übernachtung) auswärts tätig ist.

Bei mehrtägigen auswärtigen beruflichen Tätigkeiten im Inland wird für den An- und Abreisetag jeweils die Pauschale von 12,00 € be­rücksichtigt, ohne dass es auf eine Mindestabwesenheitszeit ankommt. Für den oder die Zwischentage, also den oder die Tage bei denen die Abwesenheit 24 Stunden beträgt, wird wie bisher eine Pauschale von 24,00 € pro Tag be­rücksichtigt.

Eine weitere wesentliche Änderung ist die Beschränkung der Abzugsfähigkeit der Unterkunftskosten bei längerfristigen Auswärtstätigkeiten im Inland und bei doppelter Haushalts­führung auf 1.000,00 € pro Monat nach Ablauf von 48 Monaten, wobei auch Zeiten vor dem 01.01.2014 mitzählen.

http://www.bpw-online.de/steuertipps/reisekosten-handlungsbedarf-zum-jahreswechsel-20132014.html