BÖTTGES-PAPENDORF-WEILER · Steuerberater Wirtschaftsprüfer · Partnerschaftsgesellschaft mbB

Corona-Überbrückungshilfe III: Antragsverfahren voll angelaufen

FAQ zur ÜH III laufend aktualisiert

Die FAQ zur Überbrückungshilfe IIIwerden fortlaufend aktualisiert, zuletzt am 13.04.2021. Die geänderten bzw. ergänzten Passagen sind gelb markiert. Wir haben hier direkt zur offiziellen Fragenseite verlinkt, so dass Sie immer up to date sind.

Änderungen beziehen sich unter anderem auf die Erhöhung des Fördersatzes in Monaten mit mindestens 70 Prozent Umsatzrückgang auf bis zu 100 Prozent (zuvor bis zu 90 Prozent), den neuen Eigenkapitalzuschuss, Ausweitung der „Sonderregel für den Einzelhandel zu Abschreibungen“ auf Hersteller, Großhändler und professionelle Verwender, Ansetzbarkeit von Frühlings-/Sommersaisonware bei dieser Sonderregelung, Ermöglichung alternativer Zeiträume im Jahr 2019 für Unternehmen mit außergewöhnlichen betrieblichen Umständen und Antragsberechtigung von Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften.

Antragsportal für ÜH III offen

Die Überbrückungshilfe III kann ab sofort beantragt werden

Die Überbrückungshilfe wurde verlängert und deutlich vereinfacht. Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro, Soloselbständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die zwischen November 2020 und Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent verzeichnen mussten, erhalten Fixkostenzuschüsse. 

Damit können speziell auch Unternehmen Anträge stellen, die bisher von der Novemberhilfe oder Dezemberhilfe z.B. noch nicht profitieren konnten. Das betrifft z.B. Friseure und Einzelhändler. Dazu heißt es in den Protokollen der Bundessteuerberaterkammer zu einem Fachgespräch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit der Bundessteuerberaterkammer am 22.01.2021 zum Thema „Beihilferechtliche Fragen zu den Corona-Hilfsprogrammen: "Friseursalons und Einzelhändler können stattdessen (=statt der November- bzw- Dezemberhilfe) die Überbrückungshilfe beantragen – entweder bereits jetzt die Überbrückungshilfe II, oder ab Februar die Überbrückungshilfe III. Die Überbrückungshilfe III gilt dabei auch rückwirkend für die Monate November und Dezember.
Für Einzelhändler können in der Überbrückungshilfe III auch Wertverluste aus unverkäuflicher oder saisonaler Ware als erstattungsfähige Fixkosten angesetzt werden."

Je nach Höhe des Umsatzeinbruches werden 40 Prozent, 60 Prozent oder 90 Prozent der Fixkosten erstattet - maximal aber 1,5 Millionen Euro (3 Millionen Euro für Verbundunternehmen). Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte.

Die Antragsfrist endet am 31. August 2021. (aktuelle Mitteilung auf https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html )

Vorprüfung Überbrückungshilfe III: Empfängerkreis erweitert

Ab 2021 gilt für die Überbrückungshilfe ein einheitliches Kriterium bei der Antragsberechtigung: Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Das heisst: Keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.

Auch neu: Es gibt einen festen Musterkatalog fixer Kosten, der erstattet werden kann. Dazu zählen: Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung etc., Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert. Schließlich können bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten gefördert werden sowie Marketing- und Werbekosten und neu bei den erstattungsfähigen Kostenpositionen sind vor allem auch Investitionen in Digitalisierung.

Quelle: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Textsammlungen/ueberbrueckungshilfe-lll.html 

Überbrückungshilfe III: neben Fixkosten auch Investitionen in Digitalisierung förderfähig

Immer mehr Details zur Überbrückungshilfe III werden bekannt. Interessant vor allem für Unternehmer, die nicht nur Löcher stopfen wollen, sondern den Blick nach vorne richten, ist die neu geschaffene Möglichkeit, auch Investitionen in die Digitalisierung fördern zu lassen. Voraussetzung: man fällt in den Kreis der förderfähigen Unternehmen mit wenigstens 30% Umsatzrückgang. Dann können neben Investitionen für die bauliche Modernisierung und Umsetzung von Hygienekonzepten auch neu: Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung können als Kostenposition geltend gemacht werden, wie z.B. Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops.

Außerhalb des Förderzeitraums 2021 angefallene Digitalisierungskosten aus 2020 können auch noch nachträglich berücksichtigt werden. In dem aktuellen Überblick über die Überbrückungshilfe III   heißt es dazu: Neu bei den erstattungsfähigen Kostenpositionen sind vor allem auch Investitionen in Digitalisierung. Zusätzlich zu den Umbaukosten für Hygienemaßnahmen werden Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bei den Fixkosten berücksichtigt. Für beide Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechende Kosten für bauliche Maßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind. Für Digitalinvestitionen können einmalig bis zu 20.000 Euro gefördert werden.

Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie auch bislang am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

 

Die Konditionen der Überbrückungshilfe III vorab im Überblick

Noch sind die endgültigen Regelungen für die Überbrückungshilfe III nicht raus. Die Möglichkeit zur Antragstellung soll im Laufe des Februar 2021 eröffnet werden. Mit dem jetzt veröffentlichten Term Sheet zur Überbrückungshilfe III nach dem Stand vom 19. Januar können sich Betroffene (Mandanten und Berater) schon einmal einen ersten Einblick in die Förderbedingungen verschaffen. Anfang Februar 2021 sollen die FAQ des Bundesfinanzministeriums dazu erscheinen.

Erster Überblick über die neuen Konditionen ab 1.1.2021

Überbrückungshilfe wird verlängert und erweitert – die Überbrückungshilfe III kommt

Am 13. November 2020 teilten die zuständigen Minister Scholz nund Altmaier mit, dass nach dem Auslaufen der Überbrückungshilfe II am 31. Dezember 2020 nahtlos eine Verlängerung kommt. Das laufende Programm soll nach dem Willen von Olaf Scholz und Peter Altmaier nun als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert werden. Die Details stehen fest und werden zeitnah bekannt gegeben.

Auch hier wird es weitere Verbesserungen geben, bspw. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen.

Maximale Höhe vervierfacht!

Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich. 

Quelle: Pressemitteilung von BMWi und BMFvom 13. November 2020